Volkshilfe Steiermark
Unsere Geschichte
Geschichte - Parteilich im Interesse der sozial Schwachen

 

Die Volkshilfe ist eng mit der Geschichte der Arbeiterbewegung verbunden und trotzdem ist sie eine parteipolitisch unabhängige überparteiliche und nicht konfessionell orientierte Institution. Sie ist politisch nicht neutral, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. Das gilt auch gegenüber der Sozialdemokratie. Mit ihr verbindet die Volkshilfe gemeinsame geschichtliche Wurzeln und viele Grundwerte.

 

Die Gründungszeit 1947

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Lage Österreichs wirtschaftlich gesehen noch schlechter als nach dem Ersten Weltkrieg. Der Verwaltungsapparat war zusammengebrochen, das Verkehrswesen funktionierte nicht, die Rohstoffreserven waren zum größten Teil

vernichtet und die Industrieanlagen durch Bomben zerstört. Die Engpässe in der Lebensmittelversorgung stellten das größte Problem in der Zeit des Wiederaufbaues. Es gab die sogenannten Lebensmittelkarten, die vielen Menschen der älteren Generation noch in wacher Erinnerung sind. Österreichische Hilfsorganisationen befanden sich nach Kriegsende in einer Phase der Neuorganisation und des Wiederaufbaues.

 
Gründervater Kreisky

 

Zunächst wurde die Sozialistische Arbeiterhilfe reaktiviert, um notleidenden ArbeiterInnen und deren Kindern im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Bald kam es zu einer Diskussion innerhalb der Sozialdemokratischen Partei. Es stellte sich die Frage, ob die Sozialistische Arbeiterhilfe beibehalten oder eine neue, offene und überparteiliche

Wohlfahrtsorganisation geschaffen werden sollte. Auslöser dieser Frage war unter anderem Bruno Kreisky. Er meinte dieses neue Fürsorgeinstitut sollte zwar der Arbeiterbewegung nahe stehen, aber den neuen gesellschaftlichen Bedingungen entsprechen. Letztendlich konnte sich die Gruppe um Josef Afritsch, Wilhelmine Moik, Maria Matzner, Rudolfine Muhr, Bruno Kreisky und noch einigen anderen, durchsetzen.

 

Erste steirische Vorsitzende Maria Matzner


Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Steirerin Maria Matzner, später Vorsitzende der Volkshilfe Steiermark. Sie vertrat die Meinung, dass eine Dachorganisation, die auf unpolitischer Grundlage steht, bessere Voraussetzungen für eine breitere Sozialfürsorge bieten könnte.

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